Old School vs. 360° vs. interaktive Videos – 1. Teil

In drei Teilen möchten wir sie über die aktuellen Trends und Weiterentwicklungen im Video Bereich informieren. Beim ersten Teil behandeln wir das „normale“ Old-School Video. In den zwei weiteren Teilen wird näher auf Interaktive Videos und 360° Videos mit jeweiligen Einsatzbereichen eingegangen.
360° Videos

Teil 1: Vorwort und „Old School- Das Video“

Virtuelle Realität (VR), 360 Grad Videos, interaktive Videos. Wir werden aktuell überhäuft mit neuen Technologien. Von verschiedenen Bloggern, Journalisten und selbsternannten Experten werden die Technologien als DAS DING für die HR Szene hochgejubelt. Fragt man die tatsächlichen Experten, Leute die sich Tag für Tag mit der Thematik und den Technologien auseinander setzen, tauchen sie plötzlich auf, die kritischen Stimmen.

Zugegeben: die Möglichkeiten, welche VR, 360Grad Videos und die anderen Technologien bieten, beeindrucken selbst mich, einen Technik Nerd. Aber es gibt auch viele Einschränkungen, technische Hürden und Inhaltlich- Dramaturgische Probleme. In meiner 3 teiligen Serie werde ich auf die einzelnen Technologien eingehen und Ihre Möglichkeiten und Chancen erläutern, aber mich auch nicht mit Kritik zurück halten. Denn neben (oftmals) überwindbaren technischen Hürden, gibt es die dramaturgischen, inhaltlichen, welche aus einem spannenden Konzept eine lahme Ente machen können.

Die richtige Technologie zu wählen kann für ein Projekt ein entscheidender Faktor sein. Ein wichtiges Fazit, ausnahmsweise zu Anfang:

An erster Stelle sollte der Content, die Idee und der Inhalt stehen. NICHT die Technologie.

(Und als TechJunkie schmerzt es mich dies zuzugeben) Und DANN, erst dann sollte man entscheiden, mit welcher Technologie sich diese Inhalte am besten transportieren lassen. Ansonsten riskieren Sie, dass der Content nicht richtig transportiert wird und zudem viel Geld in die falsche Technologie investiert wurde.

1. „Old School- Das Video“

Hier fass ich mich kurz und geh nur schnell auf einige Punkte ein, welche anschliessend für den Technologievergleich in Teil 2 und 3 wichtig sind.

Video: Die technische Umsetzung

Videos sind heute technisch ausgereift, man muss keine wilden Experimente wagen, die unter Umständen scheitern können. Man weiss, wie und womit man zum gewünschten Endergebnis kommt. (Dies ist bei manchen neuen Technologien oft nicht gegeben.) Die mögliche Publikums- Reichweite ist sehr hoch. Endgeräte auf denen sich (Internet) Videos anschauen lassen sind stark verbreitet, die technischen Formate etabliert, oftmals auch standardisiert.

Man kann schon fast von 100% Reichweite reden, man könnte also, zumindest theoretisch, rund 100% der Bevölkerung erreichen (In unseren Breitengraden zumindest). Bei anderen Technologien (VR, 360°) ist es nur ein kleiner Teil der Bevölkerung, welche überhaupt entsprechende Endgeräte besitzt, die Reichweite entsprechend viel geringer.

Von der Vorbereitung, über die Produktion bis hin zum Transport zu den Kunden: Alles funktioniert. In sehr guter Qualität, und dies ziemlich kostengünstig.

Video: Inhalte und Dramaturgie

Mittels Videoschnitt lassen sich Inhalte dramaturgisch spannend Straffen. Etwas, was ansonsten 10 Minuten dauert, ist in 10 Sekunden dargestellt. Man kann langweiliges, überflüssiges, unkompliziert weglassen.

Unterschiedliche Kameraeinstellungen ermöglichen es, Inhalte spannender zu gestalten. Auch kann man einen genaueren Blick auf Personen, Objekte und Handlungen werfen und sich dabei gleichzeitig einen guten Überblick verschaffen.

Beispiel: Wir sehen eine Baustelle voller Handwerker (Totale). Wir springen nah an einen Elektriker (Halbnah) danach Grossaufnahme Schraubenzieher; der Elektriker befestigt ein Kabel.

Wenn lediglich eine Einstellungsgrösse zur Verfügung steht, zum Beispiel die Totale, kann man den Zuschauer nicht so nah ans Geschehen heran führen. Dramaturgische & Inhaltliche Lenkung ermöglicht es relativ einfach, eine gewünschte Spannung und Aussage zu erzeugen. Der Zuschauer sieht WAS ich möchte, WANN ich es möchte.

Das Risiko, etwas zu verpassen, oder dass er falsche Schlüsse zieht, Ist vergleichsweise gering.

Fazit: Ausgreift, Kostengünstig, mit vielen dramaturgischen Möglichkeiten präsentiert sich das „Oldschool“ Video immer noch als hervorragendes Mittel, um Inhalte zu transportieren.

Die nächsten Beiträge:

Teil 2: 360 Grad Videos

Teil 3: Interaktive Videos

Beitrag von Lawrence Steele / Creative Director bei livejobs.ch

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